Jeder Sushi-Liebhaber weiß, was echter Wasabi ist. Ihn gibt es im Restaurant zum Sushi oder in Tuben/Dosen für zu Hause.

Wirklich? Nein! Das ist kein echter Wasabi.

Doch der Reihe nach, „Wasabi“ gibt es in 3 Formen zu kaufen: in der Tube als Paste, in der Dose als Pulver oder frisch.

 

Wasabi aus der Tube

Verwendung: Wasabi aus der Tube ist sehr praktisch. Tube aufmachen, Wasabi rausdrücken und essen, einfacher geht es nicht.

Auf den Tuben steht vorne groß „Wasabi“ , dann wird doch auch welcher drin sein oder? Meistens nicht. Oder nur extrem wenig.

Auf der Rückseite steht unter Zutaten häufig folgendes so oder so ähnlich: Meerrettich, Feuchthaltemittel (Sorbit), Zucker, Maisstärke, Rapssamenöl, Salz, Sojamehl, Wasser, Wasabi (1,6 %), Aroma, Kurkuma, Säurungsmittel ….

Im „Wasabi“ sind also ganze 1,6 % richtiger Wasabi enthalten 🙁 Die Paste ist so zusammengesetzt, dass der Geschmack an Wasabi erinnert.

Ich habe diesen Wasabi immer zu Hause, da er sehr einfach und schnell zu verwenden ist. Die Haltbarkeit ist unschlagbar und als „Notfall-Lösung“ perfekt, oft benutze ich ihn allerdings nicht.

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Wasabi aus der Dose

Verwendung: Wasabi Pulver aus der Dose wird im Verhältnis 2 Teile Pulver zu 1 Teil Wasser angerührt, danach ist es als Creme verwendbar. Man kann das Pulver auch einfach so nutzen, z. B. für Nudelsaucen oder bei Zugabe in andere flüssige Produkte.

Schon wieder steht vorne auf der Verpackung groß Wasabi, aber wir ahnen es schon. Zutaten: Meerrettich, Senf, Stärke, Wasabi (2 %). Ein etwas größerer Anteil Wasabi, aber das Wahre ist es immer noch nicht. Der Geschmack ist gegenüber der Paste etwas runder, vollmundiger und geschmackvoller.

Diesen Wasabi benutze ich fast immer. Er ist relativ schnell angerührt, günstig, lange haltbar und der Geschmack überzeugt.

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Echter Wasabi

Keine schöne Verpackung, nirgends steht Wasabi und diese Pflanze kommt euch nicht bekannt vor? Das ist echter, japanischer Wasabi! Die lateinische Bezeichnung ist Eutrema japonicum und sie ist in Japan am Rande von Flüssen oder Bächen zu finden. Die Pflanze hat einen Stamm von wenigen Zentimetern Durchmesser und einer Höhe von maximal etwa einem halben Meter, an dessen oberen Ende sich Blätter befinden.

Verwendung: Die Rinde des Stammes wird dünn abgeschält und und zu einer feinen Paste gerieben. In Japan wird dafür häufig aus traditionellen Gründen Haifisch-Haut verwendet, die winzige Zähnchen aufweist. Aus Artenschutzgründen wird im Rest der Welt und teilweise in Japan allerdings eine Kunststoff- oder Metallreibe verwendet. Durch das Reiben entsteht eine feine Paste, die schon nach wenigen Sekunden einen herrlichen Duft verströmt. Sehr frisch, leichte Zitrusaromen, exotisch und fruchtig. Der Grundgeschmack ist ähnlich dem Wasabi aus der Tube bzw. Dose, allerdings ist er deutlich komplexer, vollmundiger und intensiver. Die Paste verliert nach etwa 30 Minuten von ihrem tollen Aroma, da die Inhaltsstoffe an der Luft schnell oxidieren.

Dieser Wasabi ist ein besonderer Genuss! Ich verwende ihn extrem gerne, allerdings nicht allzu oft. Er ist teurer und aufwändiger in der Anwendung, auch die Haltbarkeit ist auf etwa 4 Wochen begrenzt. Besonders mit Freunden ein ganz besonderes Erlebnis. Sehr zu empfehlen 🙂

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*hierbei handelt es sich um einen Empfehlungs Link zu Amazon. Für dich ist das Produkt nicht teurer, du kannst mich dadurch allerdings unterstützen. Danke!

 

Kompakte Übersicht der 3 Wasabi-Arten:

 Paste PulverEchter Wasabi
Woher? Tube Dose Frische Wurzel
Preis [€/100g] 7.55ca. 30
Zubereitung fertig Mit Wasser anrühren Frisch aufreiben
Vorteil Günstig, unkompliziert intensiv, hält ewig Genialer Geschmack
Nachteil Geschmack okGeschmack gutTeuer, aufwändig, sehr kurze Haltbarkeit
Wann nutzen? Notfall Standard Besonderer Genuss
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Welche Art von Wasabi benutzt du am liebsten? Kennst du frischen, echten Wasabi bereits? Wirst du ihn testen?

Ich bin sehr gespannt auf deine Antwort 🙂

 

 

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Was ist echter Wasabi? Vergleich zu Wasabi-Paste aus Tube und Dose

5 Gedanken zu „Was ist echter Wasabi? Vergleich zu Wasabi-Paste aus Tube und Dose

  • 10. März 2017 um 12:22
    Permalink

    Danke für die vielen hilfreichen Infos! Deine Seite ist nun meine erste Anlaufstelle in Bezug auf Self-made-Sushi 🙂

    Antworten
    • 14. März 2017 um 18:16
      Permalink

      Hallo Eni, vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Gibt es denn noch etwas was dir fehlt oder was du noch gerne hier erfahren möchtest? Beste Grüße!

      Antworten
  • Pingback: Nigiri mit eingelegtem Thunfisch "maguro zuke" - Sushi-Liebhaber

  • 8. Juni 2017 um 13:38
    Permalink

    Hoi Sören,

    anfangs nutzte ich Wasabituben. Leider war der Geschmack uneinheitlich: mal leicht scharf, mal geradezu geschmacklos, selbst wenn es eine neue Tube war. Seitdem nehme ich Pulver, das sich schnell und einfach anrühren lässt und einen ordentlichen Bums hat.

    Marco

    Antworten
    • 15. Juni 2017 um 15:38
      Permalink

      Hi Marco,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Ich mag das Pulver auch sehr gerne. Praktisch, günstig und lecker. Frischer Wasabi schmeckt zwar nochmal deutlich besser, allerdings ist es auch viel teurer und deutlich unpraktischer.

      Antworten

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